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Handbuch Bauen und Wohnen 

Aus alt mach neu 
Wohnen und werken in ehemaliger Mühle
 
Handbuch Bauen und Wohnen / Schwerpunkt Weiterbauen / Autorenschaft beim Verlag / Land Salzburg
 
Sie war die Liebe auf den ersten Blick - die Mühle mit Einsicht-Touch. Deren Modernisierung in zwei Etappen verlief: Erstens Do-it.yourself, später Design-Input vom Architekturbüro mit Profi-Bauhandwerk.

Früher und bis in die Zwischenkriegs­zeit des vorigen Jahrhunderts wur­de hier das Getreide von den Bau­ern aus der Umgebung gemahlen. In den 1960er-Jahren gab es dann durch die Vorbesitzer die Umge­staltung mit gründlicher Kernsanie­rung, neuen Fenstern usw. Das junge Paar Caroline Göllner und Martin Konzett wurde durch Bekannte auf die Mühle aufmerk­sam, fand Gefallen daran, hier nach dem Wohnen an mehreren verschiedenen und unterschied­lichen Orten ein gemeinsames Zuhause zu schaffen und kauften das Objekt 2013. Viele Wochenenden wurde an der Dachsanierung gear­beitet, wurden Böden und Balken geschliffen, Wände gespachtelt und gemalt und sogar Fenster sel­ber getauscht. 
Als sich 2015 und 2016 Nachwuchs einstellte, standen die Eltern vor der Entscheidung einer größeren Sanierung, denn die im Winter schwer beheizbare Mühle mit ih­ren hohen Räumen im Erdgeschoß waren untauglich für eine wach­sende Familie. Martin Konzett er­zählt: ,,Wir dachten, wir können das alles selbst bewältigen. Aber man denkt nicht groß genug und uns wurde klar, dass wir professio­nelle Hilfe brauchen oder auszie­hen müssen." 
Man wandte sich an eine Bekann­te in der Stadt Salzburg, die Archi­tektin Christine Lechner, der unter anderen außergewöhnlichen Mo­dernisierungen auch mit ihrem Projekt Atelier und Wohnung in der Priesterhausgasse ein attrak­tives und mehrfach ausgezeichne­tes Umgestaltungsbeispiel im Be­stand der geschützten Salzburger Altstadtzone I gelungen ist. 

Abb. links: Als die zentrale grö­ßere Umbaumaßnahme wurde das Haus nach Süden hin „aufge­macht", um Licht und Landschaft ins Haus zu bringen und der nied­rigen Raumhöhe durch eine Ga­leriesitation entgegenzuwirken.
 
Abb. linke Seite unten: Das Erdgeschoß bietet über die gesamte Gebäudelänge Platz für die Porzellan­werkstatt der Hausherrin Carotine Göllner ein­schließlich regelmäßig abgehaltener Keramikkurse carolinegoellner.com 

Darüber liegen das ausgedehnte Wohnareal und zwei Kinderzimmer. Die alten Holztrame werden mit schwarzen Stahlträgern gestützt. Farbliche Konstruk­tionskontraste sind auch bei den Glasflächen zu fin­den, die wie Landschaftsbilderrahmen wirken. 

Abb. links und oben: Unter dem Giebeldach mit viel Tageslicht. blinunter sieht man in die Wohn­küche und durch ein vergrößertes Fenster hinaus in den Wald. 


Unter Beibehaltung und statischer Verstärkung des alten Dachstuhls mit Altholz wurde das Dach mit 27 cm Mineralwolle gut gedämmt und drei 120 x 120-cm-Dachflächenfens­ter eingebaut. Wenige freiliegende Altholzbalken auf weißen Gipskar­tonflächen weisen optisch dezent auf das Herkunftsalter hin. Direkt unter dem Giebeldach liegt auch das Elternschlafzimmer. Ein nicht unwesentlicher Sanierungs­bereich waren die Installationen, die ungefähr zur Hälfte erneuert wurden, teilweise mit Fächenheiz­körpern und Bodenkonvektoren. Auch gibt es zwei dezentrale Wohn­raumlüftungsgeräte in der Wohn­küche im ersten Stock und in der Werkstatt im Erdgeschoß. Luft, Licht und Landschaft kom­men durch die haushohe Vergla­sung an der südlichen Giebelseite ins Haus, wobei die Galerie-Situa­tion bis unter das Dach das off e­ne Wohnen im Aufenthaltsbereich verstärkt. Außen gibt es eine gro­ße Holzterrasse, die den einstigen Graben zwischen Haus und Hang überspannt. Dadurch ist die Natur vom Wohnbereich aus fühl- und einsehbar und ein sicheres Spiela­real für die Kinder geschaffen. 

 
 

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