Holzbau in Niedrigenergiebauweise, Hallein 

 

Haus der Zukunft / Autorenschaft beim Verlag 

 

Die Grundidee dieses Projekts ist das Sozialmodell des gemeinsamen jedoch individuellen Wohnens. Alle drei in der Anlage untergebrachten Wohnungen sind wie ein Einfamilienhaus zu umgehen und mittels großer, gedeckter Veranden direkt an den Garten angebunden. Eine spätere Erweiterung der Wohnfläche durch Anbauten auf den Dachflächen ist möglich. Diese Räume können durch vorgesehene Verbindungselemente in der Dachkonstruktion auch an die bestehenden Wohnräume angebunden werden. Zugunsten der Wohnqualität wurde im Laufe der Planung auf den Passivhausstandard verzichtet und ein Niedrigenergiehaus mit einer Heizlast von 29 W/m2a errichtet. Die Gebäudehülle wurde in Holzbauweise als Riegelkonstruktion mit einer 36 cm dicken Hinterfüllung mit Zelluloseflocken aus Altpapier errichtet. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die gute Verarbeitung des Holzes, eine gute und richtige Dampfdiffusion, die Vermeidung von Schwitzwasser und die Luftdichtheit der Konstruktion gelegt. Zur Kontrolle wurden Dichtheitsproben durchgeführt, Infrarotwärmebilder stellten die Vermeidung von Wärmebrücken sicher.Durch diese Maßnahmen konnte so bei der Außenwand ein U-Wert von 0,12 W/m2K erreicht werden. Die Fensterelemente mit einem U-Wert von 0,5W/m2K liegen außen am Gebäude, wobei die Dreifachverglasung über die äußere Wandfläche gezogen ist und damit auch die umlaufende Mauerlaibung dämmt. Die Versorgung nit Wärme und Warmwasser wurde individuell konzipiert und wird von jeder Familie unabhängig voneinander betrieben. Zwei der drei Wohnungen sind mit je einem Pelletsofen nit einer Leistung von 9 kW ausgestattet, der ca 35% seiner Wärme direkt und ca 65% in jeweils einen Pufferspeicher mit 1000 Liter abgibt. In diese Pufferspeicher wird auch die Energie aus der jeweils eigenen Solaranlage (je 20 m2) eingespeist und bei Bedarf für Warmwasser oder Heizung verbraucht. Eine Heizpatrone dient als Ersatzheizunq bzw Absicherung. Eine dieser Wohnungen ist zusätzlich mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung über ein Nachheizregister und eine Wärmerückgewinnung ausgestattet. Ein Erdregister ermöglicht auch ein Vorwärmen bzw. -kühlen der zugeführten Luft.

HAUS DER ZUKUNFT 2000

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weitere auszeichnungen

Haus der Zukunft
2000 | Österreich
Architektur und Solarenergie
2000 | Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie
Bauen mit Holz
2000 | Reiner Stiftung | Österreich, Deutschland, Schweiz
Architekturpreis
2000 | Land Salzburg | Nominierung
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publikationen

Frauenarchitekturen | Anton Pustet
2004 | ISBN 978-3-7025-0464-9 | Österreich
Architektur Aktuell 7-8 | 2001
2001 | Wien
Wohnen | Elegantes Wohnregal
2001 | Deutschland
Wüstenrot Magazin
2000 | Wien
proHolz Salzburg | Furniture
2000 | Österreich
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