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Lechner & Lechner
Architects
STRATEGIE
Wie in der Einleitung bereits kurz umrissen, bildet der Verkehr am Flussraum ein zentrales Thema. Infolge- dessen ist unserer Meinung nach keine zukunftsweisende Strategie für den Flussraum realisierbar, ohne einen Standpunkt zu diesem Thema zu entwickeln. In der Abbildung im Hintergrund sind die Hauptver- kehrsstraßen der Nord-Süd-Verbindung durch die Stadt am Flussraum dargestellt. Auf der nachstehenden Doppelseite befindet sich ein Übersichtsplan über den Verkehr.
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Wie in der Einleitung bereits kurz umrissen, bildet der Verkehr am Flussraum ein zentrales Thema. Infolge- dessen ist unserer Meinung nach keine zukunftsweisende Strategie für den Flussraum realisierbar, ohne einen Standpunkt zu diesem Thema zu entwickeln. In der Abbildung im Hintergrund sind die Hauptver- kehrsstraßen der Nord-Süd-Verbindung durch die Stadt am Flussraum dargestellt. Auf der nachstehenden Doppelseite befindet sich ein Übersichtsplan über den Verkehr.
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Wie in der Einleitung bereits kurz umrissen, bildet der Verkehr am Flussraum ein zentrales Thema. Infolge- dessen ist unserer Meinung nach keine zukunftsweisende Strategie für den Flussraum realisierbar, ohne einen Standpunkt zu diesem Thema zu entwickeln. In der Abbildung im Hintergrund sind die Hauptver- kehrsstraßen der Nord-Süd-Verbindung durch die Stadt am Flussraum dargestellt. Auf der nachstehenden Doppelseite befindet sich ein Übersichtsplan über den Verkehr.
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@ Julian Höck
Wer heute vom eigenen Haus träumt, sucht meist nach viel Platz, einem Garten und einem Grundstück am Stadtrand. Das Wohn- und Atelierhaus Lechner zeigt einen anderen Weg: Die Qualitäten eines Einfamilienhaus mitten in der hochverdichteten Salzburger Altstadt. Auf einer Grundstücksfläche von nur rund 130 m² entstand ein Haus, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit miteinander verbindet und dabei die Qualitäten eines privaten Hauses mit jenen der kompakten europäischen Stadt vereint.
Die Errichtung eines zeitgenössischen und energieeffizienten Gebäudes im historischen Zentrum Salzburgs und innerhalb des UNESCO-Welterbes erforderte eine intensive Auseinandersetzung mit dem Ort und seinen Rahmenbedingungen. Ziel war es nicht, dem dichten Stadtraum zu entkommen, sondern seine Qualitäten weiterzuentwickeln: Arbeiten und Wohnen sollten an einem Ort stattfinden, ohne dabei auf Licht, Freiraum, Privatheit und Natur verzichten zu müssen.

Im Erdgeschoss befindet sich – entsprechend der traditionellen Typologie des europäischen Stadthauses – die gewerbliche Nutzung. Das Architekturbüro war bereits in den 1990er-Jahren in einer ehemaligen Motorradwerkstätte eingerichtet worden und wurde in den Neubau integriert. Bewegliche, von Stahlträgern abgehängte Planschränke ermöglichen eine flexible Nutzung des Raumes und machen das Atelier auch für Ausstellungen und Veranstaltungen adaptierbar. Akustisch wirksame Wandflächen dienen zugleich als Präsentationsflächen für Pläne und Zeichnungen.
Der private Wohnbereich besitzt einen eigenen Zugang und entwickelt sich ab dem ersten Obergeschoss nach oben. Trotz der extrem kleinen Grundstücksfläche sollte dabei das räumliche Gefühl eines freistehenden Einfamilienhauses entstehen. Ein wesentlicher Bestandteil des Entwurfs ist deshalb der großzügige Außenraum mit einem intensiv begrünten Dachgarten und einem kleinen Pool. Die Möglichkeit, das Haus auf dieser Ebene vollständig zu umrunden, war ein bewusst gesetztes Motiv. Dafür wurde zugunsten der Qualität des Außenraums auf einen Teil der möglichen Innenfläche verzichtet.




Im Erdgeschoss befindet sich – entsprechend der traditionellen Typologie des europäischen Stadthauses – die gewerbliche Nutzung. Das Architekturbüro war bereits in den 1990er-Jahren in einer ehemaligen Motorradwerkstätte eingerichtet worden und wurde in den Neubau integriert. Bewegliche, von Stahlträgern abgehängte Planschränke ermöglichen eine flexible Nutzung des Raumes und machen das Atelier auch für Ausstellungen und Veranstaltungen adaptierbar. Akustisch wirksame Wandflächen dienen zugleich als Präsentationsflächen für Pläne und Zeichnungen.
Der private Wohnbereich besitzt einen eigenen Zugang und entwickelt sich ab dem ersten Obergeschoss nach oben. Trotz der extrem kleinen Grundstücksfläche sollte dabei das räumliche Gefühl eines freistehenden Einfamilienhauses entstehen. Ein wesentlicher Bestandteil des Entwurfs ist deshalb der großzügige Außenraum mit einem intensiv begrünten Dachgarten und einem kleinen Pool. Die Möglichkeit, das Haus auf dieser Ebene vollständig zu umrunden, war ein bewusst gesetztes Motiv. Dafür wurde zugunsten der Qualität des Außenraums auf einen Teil der möglichen Innenfläche verzichtet.




Die Wohnebene selbst funktioniert wie ein großer Wintergarten. Raumhohe Verglasungen und weit zu öffnende Schiebeelemente lassen Innen- und Außenraum ineinander übergehen. Garten, Wohnraum und Stadt werden Teil eines zusammenhängenden räumlichen Gefüges. Man lebt mitten in der Stadt und zugleich unmittelbar im Grünen. Mit zunehmender Höhe werden die Räume privater: Über der offenen Wohnebene liegen Schlaf-, Bade- und Rückzugsräume. Gezielte Blickbeziehungen
begleiten den Weg durch das Haus und stellen immer wieder Verbindungen zwischen Innenraum, Garten und Stadt her. Auch die Bepflanzung ist dabei nicht bloß dekoratives Element, sondern wesentlicher Bestandteil der Architektur. Dachgarten, Pflanztröge und Fassadenbegrünung bilden einen eigenständigen Lebensraum mitten in der dichten Altstadt. Das Gebäude verändert sich mit den Jahreszeiten und schafft trotz seiner urbanen Lage ein unmittelbares Verhältnis zur Natur.




Das Energiekonzept folgt demselben Anspruch an möglichst große Eigenständigkeit. Rund 35 m² Photovoltaikfläche erzeugen trotz der innerstädtischen Verschattung einen wesentlichen Teil der benötigten Energie und produzieren über das Jahr mehr Strom, als für Heizung, Haushaltsgeräte und Beleuchtung benötigt wird. Gleichzeitig wurde auf langlebige und authentische Materialien wie Kalk sowie auf natürliche Oberflächen und eine unmittelbare Haptik Wert gelegt.
Das Wohn- und Atelierhaus verbindet damit zwei scheinbar gegensätzliche Modelle: die räumliche Dichte des europäischen Stadthauses und den Wunsch nach Licht, Luft, Garten und der Privatheit eines eigenen Hauses. Auf einer Grundfläche von lediglich rund 130 m² entsteht ein Gegenmodell zur Verlagerung des Wohnens an den Stadtrand – und damit zu Zersiedelung, wachsendem Mobilitätsbedarf und dem Verlust lebendiger innerstädtischer Strukturen.




Das Energiekonzept folgt demselben Anspruch an möglichst große Eigenständigkeit. Rund 35 m² Photovoltaikfläche erzeugen trotz der innerstädtischen Verschattung einen wesentlichen Teil der benötigten Energie und produzieren über das Jahr mehr Strom, als für Heizung, Haushaltsgeräte und Beleuchtung benötigt wird. Gleichzeitig wurde auf langlebige und authentische Materialien wie Kalk sowie auf natürliche Oberflächen und eine unmittelbare Haptik Wert gelegt.
Das Wohn- und Atelierhaus verbindet damit zwei scheinbar gegensätzliche Modelle: die räumliche Dichte des europäischen Stadthauses und den Wunsch nach Licht, Luft, Garten und der Privatheit eines eigenen Hauses. Auf einer Grundfläche von lediglich rund 130 m² entsteht ein Gegenmodell zur Verlagerung des Wohnens an den Stadtrand – und damit zu Zersiedelung, wachsendem Mobilitätsbedarf und dem Verlust lebendiger innerstädtischer Strukturen.




Das Haus versteht sich als grüne Oase inmitten der dichten Altstadt. Die Natur wird dabei nicht an den Stadtrand ausgelagert, sondern unmittelbar in das Gebäude und den Alltag integriert. Dachgarten, Terrassen, Wasserflächen und üppige Bepflanzung schaffen einen Lebensraum, in dem sich Wohnen und Natur selbstverständlich überlagern. Gerade in der hohen baulichen Dichte entsteht dadurch eine besondere Qualität: Rückzug, Privatheit und unmittelbarer Kontakt zum Grün, ohne die Vorteile des urbanen Lebens aufzugeben. Gleichzeitig ist das Projekt ein
Gegenmodellzur funktionalen Trennung von Wohnen, Arbeiten, Erholen und Verkehr, wie sie mit den Ideen der Charta von Athen die Stadtentwicklung des 20. Jahrhunderts wesentlich geprägt hat. Hier werden diese Funktionen bewusst wieder zusammengeführt: gearbeitet und gewohnt wird am selben Ort, Erholung findet im eigenen Garten mitten in der Stadt statt, die täglichen Wege werden kurz. Das Haus steht damit für die Idee einer dichten, durchmischten und grünen Stadt, in der Urbanität und Natur keine Gegensätze bilden, sondern sich zu ergänzen.

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