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Jugendgästehaus Gerlos

jahr: 2021 | typologie: kommerziell | status: teileröffnet

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@ Julian Höck

Das Jugendgästehaus mit ca. 450 Betten und 7500 m2 befindet sich im Herzen der Salzburger Alpen in dem kleinen Dorf Hochkrimml, das fürs Skifahren bekannt ist. Das Hotel ist schräg von Norden nach Süden geneigt, so dass das Gebäude in die Landschaft eingewebt ist. Die Sporthallen befinden sich in der unteren Hälfte des Hostels und sind in den Hang des Berges eingebaut, sodass sich das Gebäude in die umliegende Landschaft einfügt.

Das Hauptgebäude besteht aus reinem Holz. Der nach Süden ausgerichtete Vorplatz ist zu beiden Seiten von Gebäudeflügeln umgeben, in denen zusätzliche Räume untergebracht sind. Diese Flügel sind in die Neigung des Berges eingebaut und öffnen sich zu grünen „Wellen“, die sich in den Hang einfügen. Sie können zum Rodeln und für andere Freizeitaktivitäten verwendet werden.

Skizze / Jugendgästehaus Gerlosplatte / Hochkrimml
Architektin / Christine Lechner / Lechner & Lechner
Architektin Christine Lechner / lechner & lechner /  Holzarchitektur / Jugendgästehaus Gerlosplatte / Hochkrimml

Das Konzept hinter unserem Design ist Verbindung. Das Gebäude ist so konzipiert, dass Benutzer eine Blickachse in andere Bereiche und Ebenen des Gebäudes haben, unabhängig davon, wo sie sich physisch befinden. Dadurch sind die Sportbereiche jederzeit sichtbar. Der Vorplatz führt direkt in den Haupteingang des Gebäudes. Die Lobby des Gebäudes befindet sich über zwei unteren Ebenen, in denen sich die Sporthalle, Trampoline, eine Kletterwand, eine Boulderwand ,  eine Pumptrack, ein Hallenfußballfeld, Tischtennis und vieles mehr befinden. Jede Ebene des Gebäudes ist durch Rampen verbunden. Zwischen einigen Ebenen gibt es Sitzbereiche mit Blick auf die Landschaft sowie auf andere Teile des Gebäudes (d. H. Kletterwand, Fußballplatz usw.).

Der oberirdische Teil des Gebäudes einschließlich der tragenden Elemente besteht vollständig aus Holz aus der Region. Die einzigen Ausnahmen sind die hängende Konstruktion der Rampe und die Fluchttreppen. Die Flügel sind in die Landschaft eingebaut und haben begrünte Dächer. Das Gebäude selbst ist energieeffizient, wird von Photovoltaik-Modulen angetrieben und von einem Holzhackschnitzel-Biomasse-Kraftwerk beheizt. Das Hotel hat eine Partnerschaft mit einer Busunternehmen. Der Transport zum Gebäude ist für Privat- und Schulgruppen inbegriffen und wird bei der Zimmerbuchung mit organisiert. Daher gibt es fast keine Anreise mit Individualverkehr.

Im Erdgeschoss befindet sich der Haupteingang, Lobby,  der Essbereich, der sich um den Vorplatz wickelt,  der Kletterbereich , welcher sich über 3 Ebenen erstreckt. Die Zimmer befinden sich in den Ebenen 1 und 2. Auf dem Dach befindet sich eine Lounge mit Blick auf die nahe gelegenen Skipisten und eine Sauna mit Blick auf das Tal.

 

Die Beiden unteren Stockwerke des Gebäudes sind so mit der Landschaft ausgerichtet, sodass die Benutzer von beiden Stockwerken -1 und -2 aus in die Natur schauen können. Stufe -1: Der Bereich unter dem Westflügel wird für Sport- und Freizeitaktivitäten genutzt. Level -1 hat einen Blick auf die Sporthalle eine Etage tiefer (Level -2) und enthält einen Sichtbereich, der als Steh- oder Sitzbereich für Zuschauer genutzt werden kann. Der Bereich unter dem Ostflügel dient zur Aufbewahrung (Skier oder Fahrräder). Dieser Bereich ist mit einer Rampe zum Vorplatz verbunden.

Architektin Christine Lechner / Lechner & Lechner / Jugendgästehaus Gerlosplatte / Hochkrimml

In der Ebene -2 befinden sich die meisten Sportanlagen. Hier befindet sich am unterem Ende des Rampenauges die Boulderwand und der Start der Kletterwand. Des weiteren befindet hier die Sporthalle ,welche durch das Luftloch bereits vom Erdgeschoss sichtbar ist. Zusätzlich gibt es eine Pumptrack und Trampoline sowie eine Schnitzelgrube, die durch mehrere Luftlöcher bereits vom Eingangsbereich im Erdgeschoss gesichtet werden können.  

 

Außerdem gibt es hier noch einen Indoorfußballplatz und eine Disco, die Schalltechnisch zum restlichen Hotel entkoppelt ist. Durch das fallende Gelände, lässt sich die Nordseite zur Landschaft hin öffnen, sodass auch die Ebene -2 in weiten Teilen Lichtdurchflutet ist. 

Architektin Christine Lechner / Lechner & Lechner / Jugendgästehaus Gerlosplatte / Hochkrimml

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